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Psychomotorische Praxis Aucouturier (PPA) (1)

Dreijährige berufsbegleitende Weiterbildung in psychomotorischer Therapie und Prävention

»Wir gehen von den Stärken des Kindes aus. Wir interessieren uns für das, was es zu tun vermag, nicht für das, was es nicht kann. Nur darüber kann sich die Beziehung entspannen, die Situation weniger dramatisch werden und das Kind Vertrauen und Sicherheit wiederfinden. Das beste Mittel, dem Kind zu helfen, seine Schwierigkeiten zu überwinden, ist, es sie vergessen zu machen.« (Bernard Aucouturier)

Psychomotorische Praxis Aucouturier (PPA)
Die Psychomotorik als wissenschaftliches Konzept betrachtet den Zusammenhang zwischen psychischen und motorischen Prozessen in der Entwicklung des Menschen. In der frühen Kindheit sind diese Prozesse besonders eng miteinander verknüpft. Aus diesem Grund haben sich in der Praxis eine Vielzahl an psychomotorischen Ansätzen entwickelt, die in ihrer pädagogischen und therapeutischen Ziel- und Umsetzung jedoch unterschiedlich, zum Teil sogar gegensätzlich sind. Die einen sind funktional und orientieren sich an den zu erfüllenden Normen, was die Fähigkeiten und das Verhalten des Kindes betrifft, die anderen sind expressiv und möchten über Bewegung und Spiel den Emotio¬nen und unbewussten Repräsentationen des Kindes näher kommen.

Die Psychomotorische Praxis Aucouturier (PPA) ist führender Vertreter dieser zweiten Richtung. Sie sieht die Motorik, die Bewegung des Kindes als individuellen Ausdruck seiner inneren Bewegung, seiner Psyche, seiner Geschichte. Die »PPA« gründet in einem Menschenbild, das das Kind mit seiner Eigenart und unwiederholbaren Lebensgeschichte annimmt, von seinen Stärken und Fähigkeiten ausgeht und in seinen Möglichkeiten unterstützt. Intendieren die einen die Behandlung von Störungen, Defiziten und „von-der-Norm-Abweichendem“, definiert sich die »PPA« als eine psychomotorische Intervention, die über den körperlichen Weg die psychische Reifung des Kindes unterstützt.

Ihr Begründer ist Bernard Aucouturier, der Anfang der achtziger Jahre über den Therapiebericht »Bruno« in Deutschland bekannt wurde. Das Buch »Beweg-Gründe« von Marion Esser sorgte für weitere Verbreitung und brachte neue Diskussion für Inhalte und Konzeption der deutschen Psychomotorik. Seit 1997 werden Ausbildungsgänge unter der Leitung von Bernard Aucouturier in Deutschland durchgeführt.

Mit der Gründung von ZAPPA als erstem deutschen Ausbildungsinstitut in »PPA« wird ein Akzent gesetzt für eine Psychomotorik, die vom individuellen Ausdruck des Kindes ausgeht und diesen individuellen Ausdruck zu verstehen sucht.

Aufgabengebiete des Instituts
Informations- und Einführungsveranstaltungen
Einjährige Zusatzausbildung in »PPA« für die präventive Intervention im pädagogischen Bereich Sie richtet sich ausschließlich an Erzieherinnen.
Dreijährige Zusatzausbildung in »PPA« für die präventive und therapeutische Intervention
Supervision
Betreuung von wissenschaftlichen und praxisrelevanten Arbeiten zur Anwendung der »PPA«

Anwendungen in der Praxis
Im pädagogisch-präventiven Bereich werden die Kinder im psychologischen Prozess der Distanznahme von ihrem intensiv körperlich- emotionalen Erleben unterstützt und begleitet: lustvolles Bewegen, Spielen, Handeln führt zur Lust am Denken!
In der Therapie geht es darum, Kindern mit Schwierigkeiten im motorischen, affektiven und symbolischen Reifungsprozess zu helfen, ihre Handlungs- und Kommunikationsfähigkeit, ihr Selbst¬bewusstsein und ihre Möglichkeiten zu entwickeln oder wiederzufinden und sie in dieser Dynamik durch eine authentische und emphatische Beziehung zu unterstützen

 



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